Extremes Wetter

26.08.2021

Ein schwieriges Jahr


Hagel am 30. Juli 2021

Hagel am 30. Juli 2021

Beschädigte Sommerhimbeerpflanzen

Beschädigte Sommerhimbeerpflanzen

2021 erweist sich witterungsmässig bisher als ein schwieriges Jahr für die pflanzliche Produktion. 

Anfang April hemmte ein starker Frost das Graswachstum und zerstörte die Fruchtblüten. Als Folge blieb die Kirschenernte aus, und auch der geringe Ertrag bei einigen Beerensorten wie etwa Josta dürfte damit zusammenhängen.

Dann gab es immer wieder längere Niederschlagsphasen mit kühlen Temperaturen. Der Wiesenertrag fiel deshalb kleiner aus. Auch qualitativ wird das für unsere Kühe gewonnene Heu einen schlechteren Gehalt haben. Einerseits fehlten die Sonnenstunden, oder Blätter und Wurzeln hatten über längere Zeit zu nass. Andererseits gab es nur sehr wenige Zeitfenster für die Konservierung: Über lange Zeiten hielten sich keine stabilen Schönwetterphasen für die Ernte im optimalen Alter.

Die Missernten nah und fern haben auch bereits Auswirkungen bei der Verfügbarkeit und beim Preis von pflanzlichen Produkten. So gab es mehrere Preisaufschläge beim Futter für unsere Truten. Vorläufig tragen wir diese Kostensteigerungen, auf längere Zeit dürfte das nicht mehr möglich sein.

Und dann war da noch der Hagel. Beim letzten und stärksten Hagelschlag (siehe Fotos) war die Ernte der Sommerhimbeeren zum Glück schon fast abgeschlossen. Und die Herbsthimbeeren, von denen wir nun ernten, sind abgedeckt.

Auch fielen der Hagelschlag und die anderen extremen Wetterereignisse bei uns jeweils nicht so stark aus wie in anderen Landstrichen, die teilweise nur wenige Kilometer von uns entfernt sind. So blieben wir etwa von Murgängen und Starkwinden verschont. Dafür sind wir dankbar – und hoffen nun auf einen schönen und ruhigen Herbst.