Beeren

Viele bunte Beeren

Seit über 20 Jahren pflanzen wir im grösseren Stil Beeren an. Händler in der Region verkaufen sie auf Märkten und in Läden, Gaststätten kreieren Desserts damit, und viele Beerenliebhaber decken sich direkt ab Hof mit frischen Früchten ein.

Zuerst beschränkten wir uns auf Himbeeren. Seit 2013 bieten wir auch Brombeeren, rote Johannisbeeren, schwarze Johannisbeeren (Cassis), Stachelbeeren und Jostabeeren aus eigener Produktion an. In unserer Gegend sind wir mit 40 Aren der grösste Beerenpflanzer, im Vergleich zu den wirklich grossen Produzenten in der Schweiz sind wir jedoch eine kleine Nummer.

Der Beerensommer beginnt in der Regel in der zweiten Junihälfte mit den Sommerhimbeeren. Zirka drei Wochen später sind bereits alle anderen Sorten reif. Die Haupternte dauert dann ungefähr drei Wochen. Danach sind Brombeeren noch zirka bis Ende September erhältlich, und die Herbsthimbeeren können wir bei günstiger Witterung bis in den November hinein ernten. Ein Beerenticker informiert auf dieser Website während der Saison darüber, was gerade vorrätig ist.

Beerenplantagen
Beerenplantagen mit Witterungsschutz gegen Hagel

Von Anfang an haben wir dem Betriebszweig Beeren einen hohen Stellenwert eingeräumt. So bauten wir für die meisten Plantagen einen Witterungsschutz, der die Pflanzen insbesondere vor Hagelschlag schützt.

Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr. Das freut uns und motiviert, auch künftig in die Beeren zu investieren und uns den Herausforderungen zu stellen, die sie mit sich bringen. Wir bilden uns deshalb stetig weiter und pflegen im Luzerner Beerenpflanzerverein den Kontakt zu anderen Produzenten.

Eine Herausforderung ist es zum Beispiel, die frischen Beeren möglichst schnell und effizient an die Abnehmer zu bringen. Eine andere besteht darin, Angebot und Nachfrage immer wieder von Neuem auszutarieren. Die Erntemengen sind von der Witterung abhängig und zuweilen nur schwer im Voraus abzuschätzen, die Nachfrage variiert nach Wochentagen.

Während der Erntespitze sind die Erträge manchmal höher als die Nachfrage. Dem versuchen wir mit einem Sparangebot entgegenzuwirken, und wir konservieren die Beeren: zu Konfibeeren (meist eingefroren) oder indem wir selbst Konfitüren herstellen, ebenso Sirupe und Liköre. An anderen Tagen wiederum können wir der Nachfrage nicht gerecht werden und sind auf das Verständnis unserer Kundinnen und Kunden angewiesen.

Weiter ist der Boden in unserer Region eher schwer und tonig, und es gibt vergleichsweise hohe Jahresniederschläge. Damit die Beeren trotzdem gut gedeihen, setzen wir Komposterde in Foliendämmen ein.

High Five

Wo es geht, wechseln wir regelmässig den Standort, sodass sich der Boden erholen kann. In den letzten Jahren hält die Kirschessigfliege die Beerenproduzenten in unserer Gegend in Atem: ein neu eingeschleppter Schädling aus Asien, den wir mit verschiedenen Massnahmen möglichst fernhalten.

Das Beerenbauernleben bleibt also spannend. Unsere Freude an den reifen Früchten ist ungebrochen: Wir essen sie auch selbst nach wie vor sehr gern.